Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege im Maler- und Lackiererhandwerk für Malerwerkstätte Stefan Rau aus Seebach

Bei der kürzlichen Verleihung des Bundespreises in der Denkmalpflege erhielt die Malerwerkstätte Stefan Rau aus Seebach für beispielhafte Leistungen bei der Sanierung und Restaurierung des „Morlokhofs“ in Baiersbronn-Mitteltal einen Bundespreis im Maler- und Lackiererhandwerk.

Mit dem „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ wurden vor wenigen Tagen fünf Denkmaleigentümer und 21 Handwerker unterschiedlicher Gewerke aus Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Festrede bei der Preisverleihung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart hielt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Preisverleihung erfolgte zusammen mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Krenzler, und Dr. Rosemarie Wilcken, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Der von der Stiftung gemeinsam mit dem Zentralverband gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern an private Eigentümer verliehen, die bei der Bewahrung ihres Denkmals in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk Herausragendes geleistet haben. Die an den Restaurierungsmaßnahmen beteiligten Handwerksbetriebe werden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet, für die privaten Denkmaleigentümer ist der Bundespreis für Handwerk in der Dankmalpflege pro Bundesland mit jeweils 15.000 Euro dotiert. Im Jahr 2011 wurde der Preis in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bremen ausgeschrieben, 2012 stehen Niedersachsen und das Saarland an. Die Jury betonte die allgemeine Qualität der eingereichten Projekte, sowie der beteiligten Handwerker und Architekten.

Der nach seinem letzten Besitzer benannte Morlokhof in Baiersbronn-Mitteltal entstand mit zahlreichen Nebengebäuden um 1789 und zählt zu den ältesten Bauernhöfen im Nordschwarzwald. Hermann Bareiss ließ ihn nach dem Kauf 2004 nach umfangreichen Voruntersuchungen schrittweise zu einem außergewöhnlichen Ort der ländlichen Kultur und der Gastronomie umbauen. In der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der engagierten Architektin und mit in der Denkmalpflege  erfahrenen und kompetenten Handwerkern wurde das für die Region bedeutende Denkmalensemble in vorbildlicher Weise wiederhergestellt und erlebbar gemacht. Der ungewöhnliche Erhaltungszustand von Oberflächen und Details wurde sensibel und qualitätvoll bewahrt und ist nun einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Für diese außergewöhnliche Vorgehensweise wurde der Eigentümer mit einem dritten Preis in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet. Als beteiligter Handwerksbetrieb erhielt die Malerwerkstätte Stefan Rau aus Seebach eine Ehrenurkunde.

(Text: Hilmar Walter, Ottenhöfen / Bild: Arthur Müller-Doldi)

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